Die meisten Betriebe, die uns anfragen, haben Social Media schon ausprobiert. Selbst, mit einem Mitarbeiter oder mit einer Agentur. Und fast alle sagen danach etwas Ähnliches: Es hat Zeit gekostet und sah trotzdem nicht so aus, wie der Betrieb wirklich ist.
Dieser Artikel hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen. Er ist für Betriebe aus Handwerk, Bau und Energie geschrieben, die überlegen, Social Media abzugeben.
Drei Wege, die Betriebe vorher gehen
1. Der Chef postet selbst
Das ist der häufigste Anfang. Der Geschäftsführer läuft mit dem Handy über die Baustelle, macht Fotos und stellt sie abends online.
Das Problem ist nicht der gute Wille. Es sind drei Dinge:
- Es spart keine Zeit. Die Arbeit bleibt beim Chef, nur eben abends.
- Es passt nicht zum Anspruch. Wer sich als hochwertiger Betrieb zeigen will, wirkt mit schnellen Handyfotos genau so nicht.
- Änderungen der Plattform gehen unter. Instagram zeigt das Profil zum Beispiel inzwischen im Hochformat statt in Quadraten. Wer das nicht mitbekommt, hat plötzlich abgeschnittene Bilder und Schrift im Raster.
Bei Bellin Garten in Groß Gleidingen war es genauso. Der Geschäftsführer hat selbst fotografiert, Lust hatte er darauf nie, und jeder Beitrag sah anders aus. Seit wir die Themen planen und vor Ort drehen, kamen in 90 Tagen 12.952 Aufrufe zusammen. 60 % davon von Leuten, die Bellin vorher nicht gefolgt sind.
2. Jemanden einstellen
Der zweite Gedanke ist oft: Wir stellen jemanden dafür ein. Viele Betriebe finden dann aber niemanden. Oder sie merken bei der Planung, dass Fragen offen sind:
- Haben wir genug Arbeit für eine ganze Stelle?
- Kann eine Person Strategie, Filmen, Schnitt, Text und Veröffentlichen?
- Wer macht weiter, wenn sie im Urlaub oder krank ist?
- Wer im Betrieb kann sie anleiten und ihre Arbeit beurteilen?
- Was kostet die Stelle wirklich, mit Gehalt, Arbeitgeberanteilen, Kamera, Software und Einarbeitung?
Wenn Sie auf mehrere dieser Fragen keine klare Antwort haben, ist eine Agentur meist der bessere Start. Eine eigene Stelle kann später immer noch sinnvoll werden, wenn die Arbeit dafür wirklich da ist.
3. Eine Agentur, die nicht geliefert hat
Auch das hören wir oft. Die Agentur war teuer, aber es hat nicht funktioniert. Die Gründe sind fast immer dieselben:
- Termine wurden nicht eingehalten.
- Absprachen gingen verloren, man musste ständig nachhaken.
- Freigegebene Texte wurden nachträglich geändert, manchmal mit neuen Fehlern.
- Niemand wusste genau, was in diesem Monat eigentlich kommt.
Daran liegt es, nicht an Social Media selbst. Deshalb lohnt es sich, vor dem Auftrag genau diese Punkte zu prüfen.
7 Fragen, die eine gute Agentur beantworten kann
Stellen Sie diese Fragen im Erstgespräch. Eine gute Agentur antwortet konkret, ohne Ausweichen.
- Was steht schriftlich fest, und wann? Gibt es einen Plan, wann welcher Beitrag kommt? Was passiert, wenn ein Termin platzt?
- Wer kommt zu uns in den Betrieb? Dreht die Agentur selbst vor Ort, oder sollen Sie Material liefern?
- Wie läuft die Freigabe? Sehen Sie jeden Beitrag vorher? Wird nach Ihrer Freigabe noch etwas geändert?
- Wem gehören Konten, Fotos und Videos? Die Konten sollten auf Ihren Namen laufen. Das Material sollten Sie auch nach dem Ende der Zusammenarbeit nutzen dürfen.
- Kennen Sie Betriebe wie unseren? Fragen Sie nach Beispielen aus Ihrer Branche und Region. Und nach einer Zahl, die nicht nur aus Likes besteht.
- Was passiert nach dem Beitrag? Wenn jemand sich bewerben oder anfragen will: Wie leicht ist das? Ein Reel bringt wenig, wenn danach ein Formular mit zehn Pflichtfeldern wartet.
- Was erwarten Sie von uns? Eine ehrliche Agentur sagt Ihnen, wie viel Zeit Sie selbst einplanen müssen. Ganz ohne Sie geht es nicht.
Wofür Sie nicht bezahlen sollten
- Garantierte Follower oder Reichweite. Wer das verspricht, kauft sie meistens ein. Gekaufte Follower bringen keine Kunden und keine Bewerber.
- Posten ohne Plan. Wenn niemand fragt, wen Sie erreichen wollen, bezahlen Sie für Beiträge, nicht für Wirkung.
- Stockfotos. Ihre Kunden und Bewerber wollen Ihre Baustellen und Ihre Leute sehen, keine Models mit Helm.
- Konten auf den Namen der Agentur. Endet die Zusammenarbeit, stehen Sie sonst ohne Profil da.
- Berichte nur mit Likes. Fragen Sie, was der Bericht über Anfragen, Bewerbungen und Profilaufrufe sagt.
- Lange Bindung ohne Zwischenstand. Es sollte feste Punkte geben, an denen Sie gemeinsam prüfen, was es gebracht hat.
Wann eine Agentur nicht die richtige Wahl ist
Wir raten Betrieben ab, wenn sie ihren Betrieb eigentlich gar nicht zeigen wollen. Social Media lebt davon, dass man echte Projekte, echte Leute und echte Arbeit sieht. Eine Agentur kann das planen, filmen und schneiden. Aber sie braucht einen Betrieb, der mitmacht.
Mitmachen heißt nicht, dass jeder vor die Kamera muss. Es heißt: Ideen abstimmen, einen Drehtag ermöglichen und Beiträge freigeben. Bei uns sind das meist 30 bis 60 Minuten im Monat.
So machen wir es bei Wils Solutions
- Erst klären wir mit Ihnen, warum es Ihren Betrieb gibt und was Sie anders machen. Dann kommt die Kamera.
- Wir drehen selbst bei Ihnen vor Ort. Niemand muss vor die Kamera, der nicht will.
- Jeder Beitrag liegt vorher im Wils Hub. Sie geben mit einem Klick frei. Danach ändern wir nichts mehr.
- Was wann kommt, steht im Lieferkalender. Den sehen Sie jederzeit.
- Konten, Fotos und Videos gehören Ihnen.
- Und wir hören nicht beim Posten auf: Bewerbungsweg, Website und Anfragen bauen wir im selben Team.
Fazit
Ob selbst, eingestellt oder mit Agentur: Social Media wirkt nur, wenn es regelmäßig kommt und so aussieht wie Ihr Betrieb. Prüfen Sie vor dem Auftrag nicht die schönsten Beispiele, sondern die Abläufe. Termine, Freigaben, Eigentum und was nach dem Beitrag passiert, entscheiden darüber, ob Sie in einem Jahr zufrieden sind.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich eine gute Social-Media-Agentur für Handwerksbetriebe?
An einem schriftlichen Plan mit Terminen, einer klaren Freigabe vor jeder Veröffentlichung, Beispielen aus Ihrer Branche und daran, dass Konten und Material Ihnen gehören.
Agentur oder eigener Social-Media-Mitarbeiter: Was ist besser?
Eine eigene Stelle lohnt sich, wenn genug Arbeit für sie da ist, jemand sie anleiten kann und Urlaub und Krankheit abgedeckt sind. Fehlt eines davon, ist eine Agentur meist der bessere Start.
Wie viel Zeit muss ein Betrieb trotz Agentur einplanen?
Für Abstimmung, Drehtag und Freigaben meist 30 bis 60 Minuten im Monat. Im ersten Monat etwas mehr, weil Themen und Ziele geklärt werden.
Muss ich mit meinen Mitarbeitenden vor die Kamera?
Nein. Wer nicht möchte, muss nicht. Projekte, Maschinen und Handgriffe lassen sich auch ohne Gesichter zeigen.
Wem sollten die Social-Media-Konten gehören?
Dem Betrieb. Die Agentur bekommt über die offiziellen Rollen der Plattform Zugriff, nicht über ein geteiltes Passwort.
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